{"id":97,"date":"2008-12-19T19:07:38","date_gmt":"2008-12-19T18:07:38","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.hdbg.eu\/?p=97"},"modified":"2026-06-20T09:06:18","modified_gmt":"2026-06-20T08:06:18","slug":"dr-magnus-weinberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/dr-magnus-weinberg\/","title":{"rendered":"Weinberg, Dr. Magnus"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-314\" title=\"sternedit45\" src=\"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/sternedit45.gif\" alt=\"sternedit45\" width=\"16\" height=\"15\" \/><span style=\"color: #000000;\"> 13.05.1867 in Schenklengsfeld<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-316\" title=\"kreuzedit45\" src=\"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/kreuzedit45.gif\" alt=\"kreuzedit45\" width=\"16\" height=\"15\" \/><span style=\"color: #000000;\"> 12.02.1943 im KZ Theresienstadt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Beruf:<\/span><span style=\"color: #000000;\"> Rabbiner, Publizist<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Magnus Weinberg, promovierter Philologe, war der letzte Rabbiner der W\u00fcrzburger Israelitischen Gemeinde vor ihrer Aufl\u00f6sung 1943. Er war zeitweise Bezirksrabbiner der Oberpfalz und Niederbayerns. Weinberg wurde am 23. September 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er ein halbes Jahr sp\u00e4ter verstarb.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Opfer- und Verfolgungsschicksal:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Magnus Weinberg wurde am 13. Mai 1867 in Schenklengsfeld in Hessen geboren. Ab 1887 studierte er an der Universit\u00e4t und am Rabbinerseminar in Berlin. Bereits 1895 wurde er zum Bezirksrabbiner in Sulzb\u00fcrg in der Oberpfalz berufen. Von 1910 bis 1931 amtierte er als Rabbiner in Neumarkt in der Oberpfalz. Von 1931 bis 1936 war Weinberg Bezirksrabbiner f\u00fcr die Oberpfalz und Niederbayern. Mit Ver\u00f6ffentlichungen zur j\u00fcdisch-historischen Forschung wurde er bekannt. 1936 zog sich Weinberg aus seinen \u00c4mtern zur\u00fcck und zog nach W\u00fcrzburg. Nach Emigration des Rabbiners Hanover \u00fcbernahm Weinberg 1939 die Betreuung der j\u00fcdischen Gemeinde. Er war der letzte Rabbiner der W\u00fcrzburger Israelitischen Gemeinde vor ihrer Aufl\u00f6sung im Jahr 1943.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weinberg war ab dem 15. April 1937 in der Wirsbergstra\u00dfe 16 in W\u00fcrzburg polizeilich gemeldet, wo die \u00fcbliche sechsw\u00f6chige Post\u00fcberwachung durchgef\u00fchrt, aber kein belastendes Material gefunden wurde. Das Telefon Weinbergs wurde trotzdem weiterhin \u00fcberwacht. Am 6. Dezember 1939 wurde seine Wohnung durchsucht, doch es wurden, genauso wie bei weiteren Wohnungsdurchsuchungen, keine belastenden Materialien gefunden. Wegen eines &#8222;verd\u00e4chtigen&#8220; Telefongespr\u00e4chs, das allerdings lediglich j\u00fcdisch-theologische Fragen ber\u00fchrte, wurde er 1939 vernommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seit 1940 bem\u00fchte sich Weinberg um die Ausreise nach Pal\u00e4stina. Am 13. M\u00e4rz 1942 wurden die beantragten P\u00e4sse f\u00fcr ihn und seine Frau genehmigt. Ehe er ausreisen konnte, wurde er gemeinsam mit seiner Frau aufgrund eines Erlasses der Gestapo vom 1. August 1942 am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. An demselben Tag wurde das gesamte Verm\u00f6gen Weinbergs zugunsten des Staates beschlagnahmt. Am 12. Februar 1943 verstarb Weinberg in Theresienstadt. Seine Frau war bereits wenige Monate zuvor dort umgekommen. Die beiden gemeinsamen Kinder Rosel (geb. 1899) und David Holstein (geb. 1886) wurden 1945 im KZ Bergen-Belsen ermordet.<\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #000000;\">Literatur:<br \/>\nStaatsarchiv W\u00fcrzburg, StAW 16846.<br \/>\nStr\u00e4tz, Reiner: Biographisches Handbuch W\u00fcrzburger Juden 1900-1945, 2. Teilband, W\u00fcrzburg 1989, S. 659.<br \/>\nBaum, Hans-Peter: Weinberg, Magnus, in: http:\/\/www.stolpersteine-wuerzburg.de\/index2.htm (letzter Zugriff am 13.4.2009).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>BS<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13.05.1867 in Schenklengsfeld 12.02.1943 im KZ Theresienstadt Beruf: Rabbiner, Publizist Magnus Weinberg, promovierter Philologe, war der letzte Rabbiner der W\u00fcrzburger Israelitischen Gemeinde vor ihrer Aufl\u00f6sung 1943. Er war zeitweise Bezirksrabbiner der Oberpfalz und Niederbayerns. 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