{"id":79,"date":"2008-12-07T12:17:23","date_gmt":"2008-12-07T11:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.hdbg.eu\/?p=79"},"modified":"2026-06-20T09:06:18","modified_gmt":"2026-06-20T08:06:18","slug":"felix-fechenbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/felix-fechenbach\/","title":{"rendered":"Fechenbach, Felix"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-337\" title=\"sternedit453\" src=\"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/sternedit453.gif\" alt=\"sternedit453\" width=\"16\" height=\"15\" \/> <\/strong><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\"> 28.01.1894 in Bad Mergentheim (W\u00fcrttemberg)<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-336\" title=\"kreuzedit453\" src=\"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/kreuzedit453.gif\" alt=\"kreuzedit453\" width=\"16\" height=\"15\" \/><span style=\"color: #000000;\"> 07.08.1933\u00a0bei Detmold (Westfalen), ermordet<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Beruf:<\/span><span style=\"color: #000000;\"> Journalist, Politiker, kaufm\u00e4nnischer Angestellter<\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #000000;\">Felix Fechenbach ist eines der bedeutendsten Opfer des Nationalsozialismus aus W\u00fcrzburg. Er geh\u00f6rte der politischen Opposition an. Am 7. August 1933 wurde er von den Nationalsozialisten get\u00f6tet.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Opfer- und Verfolgungsschicksal:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Felix Fechenbach wuchs in W\u00fcrzburg auf und besuchte dort Volksschule und Realschule, die er ohne Abschluss verlie\u00df. Er arbeitete zun\u00e4chst im elterlichen Betrieb, ehe er eine Lehre im Schuhhandel absolvierte. Fr\u00fch wurde er wie sein Bruder Mitglied im gewerkschaftlichen Zentralverband. 1911 zog er nach Frankfurt am Main. Er arbeitete als kaufm\u00e4nnischer Angestellter und engagierte sich in der gewerkschaftlichen Jugendorganisation sowie in der SPD. 1912 wechselte Fechenbach nach M\u00fcnchen und arbeitet als Hilfsarbeiter im Arbeitersekretariat. Au\u00dferdem ver\u00f6ffentlichte er erste journalistische Texte in der Gewerkschaftspresse und wirkte an der Organisation der Arbeiterjugend mit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als Kriegsteilnehmer in den Jahren 1914\/15 wurde er verwundet und mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Nun konnte er sich wieder um seinen Beruf und um seine Parteiarbeit in der Jugendsektion k\u00fcmmern. Fechenbach schloss sich der innerparteilichen Opposition und dem engeren Kreis um Kurt Eisner an. Er nahm am Januarstreik 1918 teil und wurde w\u00e4hrend der R\u00e4terevolution pers\u00f6nlicher Referent Kurt Eisners, des ersten Ministerpr\u00e4sidenten Bayerns, der aus den Reihen der damaligen Unabh\u00e4ngigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) stammte. Zun\u00e4chst begeisterter Anh\u00e4nger und K\u00e4mpfer der R\u00e4terepublik distanzierte er sich sp\u00e4ter von der USPD und n\u00e4herte sich wieder der SPD an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weil er angeblich an Eisners Dokumentationen \u00fcber die Kriegsschuldfrage mitgewirkt hatte, wurde Fechenbach gerichtlich verfolgt und 1922 zu elf (!) Jahren Zuchthaus verurteilt, Im Dezember 1924 wurde er vorzeitig aus dem Zuchthaus Ebrach entlassen. Durch das Reichsgericht erhielt er 1926 eine teilweise Wiedergutmachung. Fechenbach arbeitete als Redakteur beim SPD-Verlag in Berlin undver\u00f6ffentlichte unter anderem Texte \u00fcber die Zuchthaus- und R\u00e4tezeit. 1929 wechselte er als Redakteur zum Detmolder Volksblatt. Durch scharfe verbale Angriffe gegen die Nationalsozialisten in der Presse und als Parteiredner zog er den Hass der Nationalsozialisten auf sich. 1933 wurde er gemeinsam mit anderen SPD-Prominenten in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am 7. August 1933 wurde er von SA-Leuten aus dem Gef\u00e4ngnis geholt, angeblich um in ein bayerisches KZ \u00fcberstellt zu werden. Nach kurzer Fahrt aber wurde er bei einem Wald erschossen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seiner zweiten Ehefrau Irma gelang mit den drei Kindern Kurt, Hanni und Lotti im Sommer 1933 die Flucht in die Schweiz. Nach 1945 wanderten sie in die USA aus.<\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #000000;\">Literatur:<br \/>\nBaum, Hans-Peter: Fechenbach, Felix, in:\u00a0http:\/\/www.stolpersteine-wuerzburg.de\/index2.htm (letzter Zugriff 6.4.2009).<br \/>\nStr\u00e4tz, Reiner:\u00a0Fechenbach Felix, in: Biographisches Handbuch W\u00fcrzburger Juden 1900-1945, 1. Teilband, W\u00fcrzburg 1989, S. 139.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">ST<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.01.1894 in Bad Mergentheim (W\u00fcrttemberg) 07.08.1933\u00a0bei Detmold (Westfalen), ermordet Beruf: Journalist, Politiker, kaufm\u00e4nnischer Angestellter Felix Fechenbach ist eines der bedeutendsten Opfer des Nationalsozialismus aus W\u00fcrzburg. Er geh\u00f6rte der politischen Opposition an. Am 7. 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