{"id":501,"date":"2009-02-01T17:56:01","date_gmt":"2009-02-01T16:56:01","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.hdbg.eu\/?p=501"},"modified":"2026-06-20T09:06:03","modified_gmt":"2026-06-20T08:06:03","slug":"karoline-winterstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/karoline-winterstein\/","title":{"rendered":"Winterstein, Karoline"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-471\" title=\"sternedit4510\" src=\"https:\/\/opferdatenbank.de\/opferdatenbank\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/sternedit4510.gif\" alt=\"sternedit4510\" width=\"16\" height=\"15\" \/><span style=\"color: #000000;\"> 1917<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Beruf:<\/span><span style=\"color: #000000;\"> ohne berufliche Ausbildung<\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #000000;\">Die 26-j\u00e4hrige Sinti Karoline Winterstein wurde im Dezember 1943 gemeinsam mit zweien ihrer drei Kinder in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Wenig sp\u00e4ter wurde auch das dritte Kind nachgeschickt. Alle ihre Kinder starben in Auschwitz.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #ff0000;\">Opfer- und Verfolgungsschicksal:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seit 1934 bis zu ihrer Verhaftung im Dezember 1943 arbeitete Karoline Winterstein durchgehend, zuletzt in einem R\u00fcstungsbetrieb im W\u00fcrzburger Stadtteil Sanderau.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend ihrer Schwangerschaft mit Sohn Rigo, der am 17. April 1943 zur Welt kam, stimmte Karoline, die zu diesem Zeitpunkt bereits Mutter zweier T\u00f6chter, Elisabeth (geb. 1937) und Siglinde (geb. 1940), war, ihrer Zwangssterilisation zu. Es wurde ihr erlaubt, die Sterilisation erst nach der Geburt ihres Kindes durchf\u00fchren zu lassen. Karoline Winterstein hoffte, mit ihrer Einwilligung der Einweisung in ein KZ zu entgehen. Sie t\u00e4uschte sich: Gemeinsam mit ihren beiden j\u00fcngeren Kindern wurde sie im Dezember 1943 festgenommen und ins KZ Auschwitz deportiert.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die \u00e4lteste Tochter Elisabeth befand sich zu diesem Zeitpunkt wegen Scharlachs im Krankenhaus. Der behandelnde Arzt widersetzte sich dem Befehl des \u201eZigeunerbeauftragten\u201c Bl\u00fcm, auch Elisabeth zur Polizeidirektion zu bringen. Wenig sp\u00e4ter wurde aber auch sie nach Auschwitz verbracht, gemeinsam mit ihrer Gro\u00dfmutter, der verwitweten 58-j\u00e4hrigen Elisabeth (genannt Elise).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Karoline Winterstein \u00fcberlebte als Einzige: Im Laufe des Jahres 1944 starben ihre drei Kinder in Auschwitz; ihre Mutter Elisabeth starb an Typhus, einen Monat nach der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen durch englische Truppen. Dorthin waren Mutter und Tochter nach Aufl\u00f6sung des KZ Auschwitz wohl noch 1945 deportiert worden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><br class=\"clear\" \/><span style=\"color: #000000;\">Literatur:<br \/>\nFlade, Roland: Dieselben Augen, dieselbe Seele. Theresia Winterstein und die Verfolgung einer W\u00fcrzburger Sinti-Familie im &#8222;Dritten Reich&#8220;, W\u00fcrzburg 2008.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">MV<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1917 Beruf: ohne berufliche Ausbildung Die 26-j\u00e4hrige Sinti Karoline Winterstein wurde im Dezember 1943 gemeinsam mit zweien ihrer drei Kinder in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Wenig sp\u00e4ter wurde auch das dritte Kind nachgeschickt. 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